Information | Leistungsüberwachungen

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Frage oder Herausforderung

Hier erklären wir was die Verschiedenen Leistungsüberwachungen tun, wie die Agieren und Reagieren und was es bedeutet das die Prüfung ROT ist.

Lösung oder Antwort

Leistungsüberwachung - Arbeitsspeicher:

  • Verfügbarer RAM weniger als (MB): Definiert die Untergrenze für freien physischen Speicher.

    • Alarm: System reagiert nicht mehr oder ist extrem langsam.

    • Empfehlung: Ca. 5% des verbauten RAMs (z. B. 200 MB bei 4 GB).

  • Auslagerungen mehr als (/Sek): Anzahl der Seitenwechsel vom RAM auf die Festplatte.

    • Alarm: Performance-Einbruch durch langsamen Festplattenzugriff.

    • Empfehlung: Mindestens 200.

  • Auslagerungsdateinutzung mehr als (%): Füllstand der reservierten Auslagerungsdatei auf der Festplatte.

    • Alarm: Auslagerungsdatei läuft voll, Absturzgefahr bei RAM-Überlauf.

  • Nicht auszulagernder RAM mehr als (MB): Kernel-Speicher (Non-paged pool), der nicht ausgelagert werden kann.

    • Alarm: Deutet meist auf fehlerhafte Treiber (Memory Leak) hin.

    • Empfehlung: Ca. 20% des gesamten RAMs.

  • *Warnung, wenn durchschnittliche zugesicherte Bytes > (Physisches RAM): Verhältnis von angefordertem Speicher zum tatsächlich vorhandenen RAM.

    • Alarm: Anwendungen benötigen dauerhaft mehr Speicher, als physisch verbaut ist (Hardware-Upgrade prüfen).


Leistungsüberwachung - Festplatte Total (Feplattenzustand)

  • Durchschnittliche Wartezeit >: Die Anzahl der Lese- und Schreibvorgänge, die in der Warteschlange stehen, weil der Datenträger noch beschäftigt ist.

    • Alarm: Die Festplatte kommt mit den Anfragen nicht hinterher. Das System reagiert träge beim Öffnen oder Speichern von Dateien.

  • Durchschnittliche Schreibwartezeit >: Ähnlich wie oben, bezieht sich aber spezifisch nur auf ausstehende Schreibvorgänge.

    • Alarm: Das System hat Probleme, Daten schnell genug auf die Platte zu schreiben (z. B. bei Datenbanken oder großen Dateikopien).

  • Warnen wenn durchschnittliche Laufwerkszeit > (%): Gibt an, wie viel Prozent der Zeit die Festplatte aktiv mit der Verarbeitung von Lese- oder Schreibanfragen beschäftigt ist.

    • Alarm: Die Festplatte ist dauerhaft ausgelastet und stellt einen Flaschenhals dar. Werte über 85–90 % deuten auf eine Überlastung hin.


Leistungsüberwachung - Prozessorwarteschlange

Durchschnittliche Wartezeit pro Kern (>/Kern)

  • Erklärung: Dieser Wert gibt an, wie viele Threads (Teilprozesse) durchschnittlich pro Prozessorkern in der Warteschlange stehen und darauf warten, abgearbeitet zu werden.

    • Da ein Prozessorkern immer nur einen Thread gleichzeitig bearbeiten kann, müssen alle anderen warten.

    • Der Wert normalisiert die Warteschlange auf die Hardware-Leistung. Ein Server mit 16 Kernen kann z. B. eine viel längere absolute Warteschlange verkraften als ein Server mit nur 2 Kernen, ohne dass es zu Engpässen kommt.

    • Formel im Hintergrund: Gesamte Prozessorwarteschlange / Anzahl der logischen Prozessorkerne.

  • Was bedeutet ROT (Alarm)?

    • Wenn dieser Wert den Schwellenwert (im Bild: 4) überschreitet, bedeutet das, dass sich die Aufgaben vor der CPU stauen.

    • Bedeutung: Die CPU ist der Flaschenhals (Bottleneck). Das System ist überlastet und kommt mit der Abarbeitung der Rechenoperationen nicht mehr hinterher.

    • Auswirkung: Anwendungen reagieren verzögert, Serverdienste antworten langsam oder Timeouts treten auf.

  • Empfehlung:

    • Ein Wert von 0 bis 2 pro Kern ist normal (die CPU kommt gut hinterher).

    • Ein Wert über 2 bis 4 deutet auf eine spürbare Überlastung hin.

    • Wenn der Alarm häufig ausgelöst wird, sollte geprüft werden, welcher Prozess die CPU blockiert, oder ob die Hardware (CPU-Kerne) für die workload nicht mehr ausreicht.


Leistungsüberwachung - Prozessorzeit (Prozessorauslastung)

Durchschnittliche Auslastung > (%)

  • Erklärung: Dieser Wert gibt an, wie viel Prozent der gesamten Rechenleistung des Prozessors (CPU) aktuell verwendet werden.

    • Es ist der Anteil der Zeit, in der der Prozessor aktiv Aufgaben berechnet, im Vergleich zur Leerlaufzeit ("Idle").

    • Der Wert bezieht sich normalerweise auf den Durchschnitt über alle Prozessorkerne hinweg.

    • Beispiel: Wenn ein Server 4 Kerne hat und zwei davon voll arbeiten (100%) und zwei nichts tun (0%), liegt die durchschnittliche Gesamtauslastung bei 50%.

  • Was bedeutet ROT (Alarm)?

    • Der Alarm wird ausgelöst, wenn die CPU dauerhaft (oder für den Prüfzeitraum) den eingestellten Schwellenwert (im Bild: 85%) überschreitet.

    • Bedeutung: Das System läuft am Limit. Es sind kaum noch Reserven für weitere Aufgaben vorhanden.

    • Auswirkung:

      • Das Arbeiten auf dem Gerät wird zäh und langsam.

      • Programme öffnen sich verzögert oder frieren kurzzeitig ein.

      • Bei Servern: Dienste (z. B. Datenbanken, Webserver) antworten nur noch sehr langsam auf Anfragen von Nutzern.

  • Empfehlung:

    • Schwellenwert: Ein Wert zwischen 80% und 90% ist als Alarmschwelle üblich. Kurzzeitige Spitzen auf 100% sind normal (z. B. beim Programmstart), aber dauerhaft hohe Werte sind kritisch.

    • Maßnahme: Wenn dieser Alarm kommt, solltest du im Task-Manager prüfen, welcher Prozess (welches Programm) die CPU blockiert. Häufig sind es hängende Updates, Virenscanner-Scans oder fehlerhafte Software.

 


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